Zuberbühler, Pascal


Alias: "Zubi"
Geburtstag: 8. Januar 1971
Position: Torhüter
Nationalmannschaft: Erstes Länderspiel: 6. September 1994 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate in Sion (1:0)
Letztes Länderspiel: 15. Juni 2008 gegen Portugal in Basel (EM, 2:0)
Länderspiele: 51
WM-Teilnahmen: 2006
EM-Teilnahmen: 2004, 2008
Stationen: 1983-1/1992 FC Frauenfeld
1/1992-1999 Grasshoppers
1999-2000 FC Basel
2000-2/2001 Bayer Leverkusen/De
2-6/2001 FC Aarau
2001-2006 FC Basel
2006-2/2007 West Bromwich Albion/Eng
2/2007-8/2008 Neuchâtel Xamax
8/2008-2011 FC Fulham/Eng
Erfolge: Schweizer Meister 1995, 1996, 1998, 2002, 2004, 2005
Schweizer Cupsieger 1994, 2002 (Double), 2003
Champions-League-Teilnahmen 1996/97 (mit GC), 1997/98 (mit GC), 2000/2001 (mit Leverkusen), 2002/2003 (mit Basel)
Total 436 Super-League-Spiele in der Schweiz
Total 17 Challenge-Spiele in der Schweiz
Total 13 Spiele in der deutschen Bundesliga
Total 15 Spiele in der englischen Championship
Total 30 Spiele in der Champions League (inkl. Qualifikation)
Total 23 UEFA-/Europa-League-Spiele

  • Zuberbühler erlebte seine ersten Fussballjahre bei seinem Stammverein FC Frauenfeld und wechselte als 1.-Liga-Keeper im Januar 1992 zu den Grasshoppers
  • Dort erlebte er – vor allem unter seinem Mentor Christian Gross – erfolgreiche Jahre mit drei Meistertiteln, einem Cupsieg und zwei Champions-League-Teilnahmen
  • Als Gross 1999 Trainer in Basel wurde, wollte er Zuberbühler unbedingt in seinen Reihen halten und es kam zu einem Goalieabtausch mit Stefan Huber und GC
  • Zuberbühler war Gross‘ verlängerter Arm in den folgenden erfolgreichen Jahren des FC Basel
  • Im Sommer 2000 folgte „Zubi“ jedoch zwischenzeitlich dem Ruf von Bayer Leverkusen in die Bundesliga. Er machte dort 13 Partien in der Bundesliga sowie fünf Spiele in der Champions League, u.a. die beiden Partien gegen Real Madrid (2:3, 3:5)
  • Im Frühjahr 2001 wechselte er vorübergehend zum FC Aarau, bei dem er zwei Partien in der Auf-/Abstiegsrunde bestritt und so zum Ligaerhalt der Aarauer beitrug, ehe er im Sommer 2001 zum FC Basel zurückkehrte. 2002 war er am ersten Meistertitel seit 22 Jahren der Rot-Blauen beteiligt, dazu hütete er in der ersten Champions-League-Kampagne des Clubs 2002/2003 (u.a. gegen Liverpool, Valencia, Manchester United und Juventus Turin) das Tor
  • 2004 reiste er mit der Schweiz als Nummer 2 hinter Captain Jörg Stiel zur EURO 2004. Nach dem Turnier und dem Rücktritt Stiels wurde er von Köbi Kuhn zur Nummer in der Schweizer Nationalmannschaft befördert
  • Bei der WM 2006 wurde er der einzige Torhüter der Geschichte, der in drei Vorrundenspielen gegen Frankreich, Togo und Südkorea sowie im Achtelfinal gegen die Ukraine kein Gegentor aus dem Spiel heraus zulassen musste. Erst im Penaltyschiessen, in dem alle Schweizer Versuche missglückten, obwohl Zuberbühler den ersten Schuss von Andrej Schewtschenko ebenfalls pariert hatte, musste er sich dreimal geschlagen geben.
  • In der Saison 2006/2007 nahm er sein zweites Auslandengagement in Angriff und spielte für West Bromwich Albion in der Championship, der zweithöchsten Spielklasse. Anfänglich war er Stammkeeper, dann verlor er den Platz im Team, das am Ende der Saison die Rückkehr in die Premier League schaffte
  • Im Februar 2007 kehrte er in die Schweiz zurück. Mit Neuchâtel Xamax schaffte er 2006/2007 den direkten Wiederaufstieg in die Super League und spielte dort eine Saison als Stammtorhüter
  • Vor der EURO 2008 machte Nationaltrainer Köbi Kuhn Diego Benaglio zu seiner neuen Nummer 1 im Tor. Zuberbühler machte an der Endrunde das bedeutungslose letzte Gruppenspiel gegen Portugal, blieb beim 2:0-Sieg neuerlich ungeschlagen und nahm so positiv Abschied aus der rot-weissen Auswahl
  • Nach dem Turnier 2008 ergab sich unter dem neuen Trainer Roy Hodgson, ehemaliger Coach des Schweizer Nationalteams, eine neue Möglichkeit für einen Clubwechsel nach England. Beim FC Fulham wurde er die Nummer 2 hinter dem australischen Nationalkeeper Mark Schwarzer. Zuberbühler wurde nur einmal im Ligacup eingesetzt, etablierte sich jedoch als Vertrauensperson Schwarzers und übernahm dessen Training ab der Saison 2010/2011
  • In Fulham fand er den fliessenden Übergang vom Spieler zum Torhütertrainer. Er betreute seinen „Konkurrenten“ Mark Schwarzer. 2011 folgte der dem Ruf seines Mentors Christian Gross und wurde Torhütertrainer beim BSC Young Boys. Dort wurde er mit Gross im April 2012 entlassen
  • Zuberbühler galt in seiner Aktivzeit als sehr lautstarker Torhüter, der hohe Motivationsfähigkeiten und einen unbändigen Ehrgeiz hatte, den er mit zahllosen Titeln zu stillen wusste. Er stachelte seine Mitspieler auch im Training immer wieder zu Höchstleistungen an. Immer wieder geriet er jedoch wegen einzelner Gegentore in die Kritik, wohl auch seiner markanten und bestimmenden Persönlichkeit wegen. Zuberbühler gehört jedoch als echter Teamplayer zu den erfolgreichsten Schweizer Fussballern in Sachen Titelsammlung und internationaler Erfahrung mit 51 Länderspielen (dazu zahlreichen Nominationen als Nummer 2) sowie vier Champions-League-Teilnahmen in drei verschiedenen Vereinen