Yakin, Murat


Alias: "Muri"
Geburtstag: 15. September 1974
Position: Abwehrspieler zentral
Nationalmannschaft: Erstes Länderspiel: 6. September 1994 gegen Vereinigte Arabische Emirate in Sion (1:0)
Letztes Länderspiel: 9. Oktober 2004 gegen Israel in Ramat Gan (2:2)
Länderspiele: 49
Tore: 4
EM-Teilnahmen: 2004
Stationen: Als Spieler:
4/1982–6/1992 FC Concordia Basel
7/1992–6/1997 Grasshopper Club Zürich
7–1997–7/1998 VfB Stuttgart/De
8/1998–10/1999 Fenerbahce Istanbul/Tür
1/2000–6/2000 FC Basel
7/2000–2/2001 1. FC Kaiserslautern/De
3/2001–2006 FC Basel

Als Trainer:
2006-2007 FC Concordia Basel
7-12/2007 Grasshopper Club Zürich (Assistent)
1-6/2008 FC Frauenfeld
2008-2009 Grasshopper Club Zürich (U21)
2009-2011 FC Thun
2011-8/2012 FC Luzern
10/2012-2014 FC Basel
2014 - Spartak Moskau/Russ
Erfolge: Schweizer Meister 1995, 1996 (mit GC), 2002, 2004,
2005 (mit FC Basel)
Schweizer Cupsieger 1994 (mit GC), 2002, 2003 (FC Basel)
Schweizer Double-Gewinner 2002 (mit FC Basel)
Finalist Europacup der Cupsieger 1998
(mit VfB Stuttgart; 0:1 gegen FC Chelsea)
Champions-League-Teilnahmen 1995/96
(GC; Gruppenphase), 1996/97 (GC, Gruppenphase),
2002/2003 (FC Basel; Zwischenrunde), 2004/2005
(FC Basel, Qualifikation)
UEFA-Cup-/Europa-League-Teilnahmen 1992/93
(mit GC; Achtelfinal), 1998/99 (Fenerbahce; 1. Runde),
1999/2000 (Fenerbahce; 1. Runde), 2003/2004 (FC Basel;
Sechzehntelfinal), 2004/2005 (FC Basel, Gruppenphase)
Teilnahme am Europacup der Cupsieger 1994/95
(mit GC; 2. Runde), 1997/98 (mit VfB Stuttgart; Final)
«Axpo Player of the year» 2002
210 Spiele in der NLA/Super League, 42 Tore
23 Spiele in der deutschen Bundesliga, 2 Tore
26 Spiele in der türkischen Süperlig, 3 Tore

Als Trainer:
Aufstieg in die Super League 2010 (mit dem FC Thun)
Schweizer Meister 2013, 2014 (mit FC Basel)
Schweizer Cupfinalist 2012 (mit FC Luzern), 2013, 2014 (mit FC Basel)
UEFA-Cup-Halbfinal 2013 (mit FC Basel), Viertelfinal 2014 (mit FC Basel)
  • Murat Yakin begann seine Karriere beim FC Concordia Basel unweit seines Wohnortes Münchenstein, wo er von seiner türkischen Mutter Emine aufgezogen wurde. Bei den „Congeli“ durchlief er die Nachwuchsabteilung und debütierte mit 16 Jahren in der 1. Mannschaft (1. Liga).
  • Mit knapp 18 Jahren wurde er von Manager Erich Vogel für den Grasshopper-Club Zürich verpflichtet, für den er in der Folge fünf Saisons in der ersten Mannschaft spielte. Unter Trainer Christian Gross wurde er 1995 und 1996 zweimal Schweizer Meister und spielte in den beiden ersten Champions-League-Kampagnen eines Schweizer Clubs 1995/96 und 1996/97
  • Unvergessen bleibt sein Weitschusstor aus rund 30 Metern am xx in der Amsterdam Arena zum 1:0-Auswärtssieg der Grasshoppers gegen Ajax
  • 1994 debütierte er nach der Einbürgerung in seiner Heimatgemeinde Münchenstein in der Schweizer Nationalmannschaft, wurde aber in der Folge nur sporadisch aufgeboten und stand auch nicht im Schweizer Kader bei der ersten EM-Teilnahme 1996
  • Nach der EURO in England wurde er vom neuen Nationaltrainer Rolf Fringer zum Beginn der WM-Qualifikation 1998 aufgeboten. Die 0:1-Niederlage in Baku gegen Aserbaidschan gehört zu den Tiefpunkten der Schweizer Fussballgeschichte. Murat Yakin scheiterte mit einem Penalty
  • Im Sommer 1997 wechselte er für fast 4 Millionen Franken zum VfB Stuttgart in die deutsche Bundesliga
  • Nach eineinhalb Jahren erfolgte der Transfer zu Fenerbahce Istanbul, doch nach nur einem Jahr wollte er aus persönlichen Gründen in die Schweiz zurückkehren. Der FC Basel musste bei der FIFA eine Garantiesumme hinterlegen, da Yakin in der Türkei noch einen laufenden Vertrag hatte
  • In Basel erlebte er in der Folge noch einmal „goldene“ Jahre und sorgte 2002  – wieder unter Trainer Christian Gross – gemeinsam mit seinem Bruder Hakan Yakin für den ersten Meistertitel des Vereins nach 22 Jahren
  • 2002/2003 prägte er eine der erfolgreichsten Champions-League-Kampagnen eines Schweizer Clubs, als der FC Basel in der Gruppenphase nach einem 3:3 den FC Liverpool eliminieren konnte und in die damalige Zwischenrunde einzog. Dort gab es mit einem 1:1 bei Manchester United und einem 2:1-Heimsieg gegen Juventus Turin weitere Erfolgsmeldungen
  • Parallel dazu durchlebte er auch als Abwehrchef der Schweizer Nationalmannschaft eine starke Periode. Das Team qualifizierte sich unter Trainer Köbi Kuhn für die EURO 2004 in Portugal, wo Yakin in allen drei Vorrundenbegegnungen auf dem Platz stand
  • Am 9. Oktober 2004 musste er beim WM-Qualifikationsspiel der Schweiz in Israel verletzungsbedingt ausgewechselt werden – er sollte nie wieder in die Nationalmannschaft zurückkehren und damit auch nie sein 50. Spiel im Nationaltrikot erleben
  • Yakin war ein eleganter Abwehrspieler, technisch beschlagen, mit gutem Kopfballspiel und einem ausgzeichneten langen Ball. Ihn zeichnete weniger die Kampfkraft und die Laufstärke, sondern vielmehr gutes Positionsspiel und taktische Finesse aus
  • 2004 erschien die Biografie „Die Yakins“ der Autoren Georg Heitz (späterer Sportdirektor FC Basel) und Michael Martin (Herausgeber Fussballmagazine „rotweiss“ und „FOOT“) (ISBN 978-3-7245-1326-1)
  • Sein zweieinhalb Jahre jüngerer Bruder Hakan Yakin war ebenfalls ein erfolgreicher Nationalspieler und begleitete Murat u.a. an die EURO 2004 und erlebte mit ihm auch die erfolgreiche Periode beim FC Basel zwischen 2001 und 2004. Auch er war mit eher ungeglückten Engagements im Ausland unterwegs. 2001 spielte er für einige Monate unter seinem Bruder, der als Trainer zum FC Luzern kam und wechselte danach zur AC Bellinzona in die Challenge League
  • Nach seiner Karriere begann der die Trainerausbildung, die er am 31. Mai 2011 mit der UEFA-Pro-Lizenz abschloss. Mit dem FC Thun stieg er 2010 in die Super League auf, den FC Luzern führte er 2012 in den Schweizer Cupfinal. Mit dem FC Basel holte er zwei Meistertitel (2013, 2014), stand in diesen beiden Jahren auch im Cupfinal und erreichte in der Europa League je einmal den Halb- und den Viertelfinal.
  • Im Sommer 2014 wurde sein Vertrag beim FC Basel nicht mehr fortgesetzt – Yakin wurde Trainer von Spartak Moskau