Weiler, Max


Alias: Weiler I
Geburtstag: 25. September 1900
Todestag: 1. September 1969
Position: Verteidiger (früher auch Stürmer)
Nationalmannschaft: Erstes Länderspiel: 14. Dezember 1924 gegen Deutschland in Stuttgart (1:1)
Letztes Länderspiel: 18. Juni 1936 gegen Norwegen in Oslo (2:1)
Länderspiele: 38
Tore: 2
WM-Teilnahmen: 1934
Olympia Teilnahmen: 1924
Stationen: 1915-1925 SC Veltheim
1925-1937 Grasshoppers
Erfolge: Schweizer Meister 1927, 1928, 1931, 1937 (alle mit GC)
Schweizer Cupsieger 1926, 1927, 1932, 1934, 1937 (mit GC)
Schweizer Doublegewinner 1927, 1937 (mit GC)
  • Die Weilers waren sechs Brüder, der älteste (Eugen) wurde erster Präsident des 1915 neu gegründeten SC Veltheim, für den später alle seine Brüder spielten. Im Bild stehend von links: Hermann, Eugen, Fritz, Walter; sitzend von links: Max, Vater Weiler, Paul.
  • Der kleingewachsene, aber äusserst athletische Max Weiler (Weiler I) spielte ab 1915 für die Junioren und ab 1922 für Veltheim in der Serie B und schaffte, noch als Stürmer, 1924 unter der Leitung von Nationalspieler Gustav Gottenkieny den Aufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse. Noch im Sommer wurde Max Weiler erstmals für die Schweizer Nationalmannschaft aufgeboten, er wurde damit zum ersten (und bisher einzigen) Nationalspieler, der als Spieler des SC Veltheim berufen wurden ist
  • Mit dem Nationalteam reiste er im Sommer 1924 zu den Olympischen Spielen nach Paris, wurde aber im legendären Schweizer Team nicht eingesetzt, das bis in den Final vorstiess und nach einer 0:3-Niederlage gegen Uruguay als „inoffizieller Europameister“ gefeiert wurde
  • Am 14. Dezember 1924 gab er in Stuttgart bei einem 1:1 gegen Deutschland sein Debüt im Schweizer Trikot
  • Auf die Saison 1925/26 hin wechselte Max Weiler zu den Grasshoppers und blieb dem Verein zwölf Saisons treu. Er holte vier Meistertitel und fünf Cupsiege. Trainer Dori Kürschner wusste seine Vielseitigkeit bestens auszunützen.
  • In der Nationalmannschaft wurde er 1931 zum Captain ernannt und führte das Schweizer Team 1934 an die WM-Endrunde nach Italien, dort kam er jedoch im Gegensatz zu seinem Bruder Walter Weiler , der im Viertelfinal gegen Tschechien (2:3) neben Severino Minelli als Verteidiger spielte, nicht zum Einsatz
  • 1936 beendete er, mit 36 Jahren und als linker Flügel, nach 38 Länderspielen und 3 Toren seine Karriere im rot-weissen Trikot, ein Jahr später auch jene bei seinem Verein GC (in der Saison 1937/38 machte er noch drei Spiele)
  • 1942 wurde er für fünf Spielzeiten Trainer des FC Schaffhausen, musste diese aber später wegen eines Hüftleidens aufgeben
  • Weiler bildete über viele Jahre an der Seite des Berner Originals Rudolf Ramseyer und später mit seinem Clubkollegen Severino Minelli ein starkes Verteidigerpaar, das auch international über gute Klasse verfügte, Weiler war aber auch flexibel und spielte für die Schweiz insgesamt auf sieben verschiedenen Positionen
  • Sein drei Jahre jüngerer Bruder Walter Weiler (Weiler II) wechselte 1922 zunächst von Veltheim zum FC Le Havre nach Frankreich, ehe er seinem Bruder 1926 zu GC folgte und dort bis 1943 sagenhafte sieben Meistertitel und zehn Cupsiege sammelte. Auf Nationalmannschaftsebene begleitete er Max Weiler zu den Olympischen Spielen 1924 (ebenfalls ohne Einsatz) und zur WM 1934, nahm ausserdem an Olympia 1928 teil, brachte es aber am Ende „nur“ auf 25 Länderspiele und zu einigen Partien als Captain 1936
  • Walter Weiler war später erfolgreicher Ausbildner und verfasste ein Lehrbuch über die fussballerische Nachwuchsausbildung. Bei einem Trainerlehrgang verstarb er am 4. Mai 1945 völlig überraschend an Herzversagen, er wurde nur 42 Jahre alt