Vier Namen für die Zukunft


Der Schweizer Cupfinaltag im Nachwuchs-Spitzenfussball ist auch eine Nabelschau der besten Talente auf den Stufen U16 und U18. Die SFV-Trainer sitzen genau so mit scharf gestelltem Visier auf der Tribüne wie die Vertreter der Vereine – und natürlich die unvermeidlichen Spielerberater, die immer früher nach den Stars von morgen Ausschau halten. „rotweiss“ war bei den Finals im Stade St-Léonard von Fribourg, in denen sich der FC Basel auf der Stufe U16 gegen die Grasshoppers nach einem 0:0 nach Verlängerung erst im Penaltyschiessen (5:4) durchzusetzen wusste und bei der U18 der FC Sion gegen Servette beim 2:0 keine Probleme hatte, ebenfalls  mit scharfem Blick unterwegs und präsentiert vier Spieler mit Hoffnung auf eine Profikarriere:

FC Basel: Neftali Manzambi

Der rechte Flügel mit der Nummer 7 ist gut gebaut, schnell und durchsetzungsstark. Ein Talent mit Wurzeln in Angola, das der FC Basel in der Coca-Cola Junior League beim FC La Chaux-de-Fonds entdeckt hat und sich nun bei Rot-Blau bestens entwickelt. Neftali ist einer von aktuell drei Basler u16-Nationalspielern – und das nicht ohne Grund. Er ist bei vielen Situationen der entscheidende Passgeber und kann auch selbst in den Abschluss gehen. Seine Flankenqualität ist durchaus ansprechend, sein Mut, offensive Zweikämpfe zu bestreiten, sticht hinaus. Der 16-Jährige gehört neben den Ajeti-Zwillingen zu den Spielern, die auffallen. Das tut Aussenverteidiger Robin Huser (der einzige FCB-Spieler im Cupfinal-Kader mit Jahrgang 1998) nicht, aber er ist einer, der mit höchster Zuverlässigkeit für das Team arbeitet.

Grasshopper Club Zürich: Senad Mujovic

Der Torhüter machte gegen den FC Basel im Cupfinal eine Klassepartie und gehört ebenfalls dem erweiterten Kader des U16-Nationalteams an. Er ist unheimlich agil, furchtlos im Herauslaufen und trotz seiner nicht überwältigenden Körpergrösse auch auf Flanken aktiv. Wie er einen Freistoss von Arlind Ajeti aus dem Lattendreieck fischte, war gehobene Schule. Ein Keeper mit Zukunft. GC stellt einen starken Jahrgang 1997, gleich sieben Spieler gehören dem aktuellen oder erweiterten U16-Natonalkader an. Sehr offensiv ausgerichtet sind dabei die beiden Aussenverteidiger Trevis Binder und Samir Bajrami.

FC Sion: Vincent Sierro

Ein Spieler, der keinem nationalen Kader angehört, aber im Cupfinal durch seine hohe Qualität bei den Standards beeindruckte. Er führt nahezu jeden Freistoss seines Teams aus – und sowohl bei den Flankenbällen aus dem Halbfeld (mit viel Zug und Drall und mit bester Präzision) wie auch bei direkten Freistössen in der Abschlussszone kann er brillieren. Sein Treffer zum 2:0 gegen den Servette FC war ein wunderbarer Schlenzer über die Mauer – wie aus dem Bilderbuch. Im Spiel selbst agiert er mit viel taktischem Gespür zwischen der Defensive und der Offensive.

 

Servette FC: Boris Cespedes

Die einzige Sturmspitze des im Cupfinal doch klar unterlegenen Servette FC war trotz schwierigem Stand der auffälligste Akteur im Team der Grénats. Er ist viel unterwegs – und wenn der Ball bis zu ihm kommt, passiert meistens etwas. Er kann den Ball halten und muss in der Abschlusszone stets im Auge behalten werden. Das bewies er nicht nur mit seinem blitzschnellen Antritt kurz vor Schluss, als er aus knapper Offsideposition ein Tor erzielen konnte, dem die Anerkennung jedoch verweigert wurde. Der Captain ist auch der einzige U18-Nationalspieler von Servette – was gerade als Stürmer doch etwas heisst. Und auf internationaler Ebene erhält er von seinen Mitspielern gewiss auch noch etwas mehr Unterstützung.

 

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