Sandro Schärer zu seiner Beförderung


Es ist eine Meldung, die der Schweizerische Fussballverband nicht ganz ohne Stolz verbreitet. Die UEFA hat Sandro Schärer, den 31-jährigen Schweizer Topschiedsrichter, für die neue Saison 2019/2020 in die Kategorie 1 hochgestuft, das ist das zweithöchste Level, das seit dem Rücktritt von Massimo Busacca aus Schweizer Sicht verwaist gewesen war. Und die Meldung löst selbstverständlich auch ein wenig Erleichterung aus bei den Verantwortlichen. Schärer selbst allerdings relativiert die Ungeduld, die sich in den letzten Jahren etwas breit gemacht hatte: „In der Realität ist es so, dass die internationale Erfahrung der ausschlaggebende Punkt ist für eine solche Beförderung.“ Was er damit sagen will: nach gerade einmal drei Jahren in der Kategorie 2 ist er nun als zweitjüngster Schiedsrichter – er wurde im Juni 31 – befördert worden. Und sagt deshalb: „Es ist für mich genau der richtige Zeitpunkt.“

Eine internationale Karriere dauert bis zum 45. Altersjahr – Schärer hat also noch eine ganze Weile Zeit, um den Vorstoss in die Elite-Gruppe der 25 besten europäischen Schiedsrichter anzustreben. „Das ist nun ganz klar ein langfristiges Ziel von mir.“ Die aktuelle Herausforderung in der Kategorie 1 geht er mit der nötigen Seriösität an. Er rechnet damit, dass er innerhalb der Gruppenphase der Europa League, in der er in der Vergangenheit schon Spiele leiten durfte, nun auch Partien mit mehr Bedeutung, mit entscheidendem Charakter zugesprochen erhalten wird. Möglich wären auch erste Einsätze in der Gruppenphase der Champions League, doch hier ist Schärer bewusst zurückhaltend. Der Wettbewerb unter den Schiedsrichtern wird nun immer enger. In der Gruppe 1 der UEFA gibt es noch 48 Schiedsrichter, knapp die Hälfte des Kaderumfangs in der Gruppe 2. Jünger als Schärer ist dort einzig der Franzose François Letexier, der zu den insgesamt 13 neu aufgenommen Referees auf dieser Stufe gehört und rund zehn Monate später geboren wurde.

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