Premiere im Oberland


Light Emitting Diode – so heisst kein neuer Star auf dem Rasen im Schweizer Fussball. Aber am Samstag hat auch bei uns die Zukunft der bunten Welt gleich neben den Grund- und Seitenlinien begonnen. Denn erstmals in der Geschichte des Schweizer Clubfussballs fand am 14. Juli 2012 ein Meisterschaftsspiel statt, das von LED-Banden umrahmt wurde. Eine LED – auf gut Englisch Light Emitting Diode oder auf Deutsch eine „Leuchtdiode“ –  ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Fliesst durch die Diode Strom, so lassen sich mit ihr wunderbare Bilder kreieren. Sei es zu Hause am neuen TV-Gerät oder eben auch im Stadion.

In vier Schweizer Stadien stehen seit dieser Saison solche LED-Banden: in Basel, Bern, St. Gallen und in Thun, wo am Samstag besagte Premiere stattfand. Und ein Schelm wer denkt, dass das 0:0 zwischen den Berner Oberländern und Lausanne eine perfekte Premiere für die neuen Banden war, weil angesichts des überschaubaren Geschehens viel Zeit blieb, um die neuen leuchtenden Werbekörper zu bestaunen…

Naja, die Saison wird noch viele gute Spiele bringen, und letztlich werden auch die LED-Banden ihren Teil dazu beitragen, dass wir zumindest ausserhalb des effektiven Spielfelds vermehrt das Gefühl haben dürfen, unser Fussball rolle von früheren Stadion-Bruchbuden näher und näher an die uns umgebenden europäischen Topligen heran. Keine Frage, an der Verpackung des Schweizer Fussballs ist viel gearbeitet worden in den vergangenen Wochen und Monaten. Jetzt geht es nur noch darum, den Inhalt entsprechend glänzen zu lassen.

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