Heusler tritt zurück und wird nicht SFV-Präsident


Bernhard Heusler hat zwei für ihn und den Schweizerischen Fussballverband (SFV) wichtige Entscheidungen betreffend kurz und mittelfristiger Zukunft getroffen: Er tritt per sofort aus dem Zentralvorstand (ZV) des SFV zurück und gibt schon jetzt bekannt, dass er im Frühjahr 2019 nicht kandidieren wird, wenn die Nachfolge von Verbandspräsident Peter Gilliéron zu bestimmen sein wird.

Diese Entscheidungen stehen in Zusammenhang mit dem Mandat, das Heuslers Beratungsfirma HWH am vergangenen Freitag vom ZV betreffend Analyse von Strukturen und Organisationsabläufen rund um das A-Nationalteam der Männer zugesprochen erhielt. Ursprünglich war geplant, dass Heusler als Zentralvorstandsmitglied während der Laufzeit seines SFV-Mandats punktuell in den Ausstand tritt, nun kam er aber zum Schluss, dass er und sein Partner Georg Heitz unabhängiger arbeiten können, wenn er nicht gleichzeitig dem Gremium angehört.

Indem der 54-Jährige zudem bereits jetzt bekannt gibt, dass er sich nicht als Nachfolger von Peter Gilliéron sieht, beseitigt er auch gleich alle Fragezeichen bezüglich allfälliger Eigeninteressen hinsichtlich Amt des Verbandspräsidenten. Heusler erklärt: «Steht eine mögliche Kandidatur meinerseits weiterhin im Raum, so kann dies nicht im Interesse einer unabhängigen Erfüllung des Auftrags sein. Wir sind der Meinung, dass allfällige Ambitionen unsererseits auf irgendwelche Positionen beim SFV sich nicht mit unserer Beratertätigkeit vereinbaren lassen. Zudem könnten solche Spekulationen die Suche nach einem geeigneten Präsidenten für die Zukunft beeinträchtigen. Die Positionierung und Auswahl von Kandidaten kann mehrere Monate in Anspruch nehmen; dieser demokratische Prozess soll nicht gestört werden. »

Gilliéron gab am Freitag bekannt, er werde wie geplant bis zum 30. Juni 2019 den Verband präsidieren, jedoch an der SFV-Delegiertenversammlung von Mitte Mai 2019 nicht für eine fünfte Amtsperiode kandidieren.

Quelle: SFV

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