Ex-Nationalspieler Peter Ramseier verstorben


Wenige Wochen vor seinem 74. Geburtstag ist am 10. Oktober 2018 Peter Ramseier der ehemalige Schweizer Nationalspieler gestorben. Der Berner begann er nach seinen Ausbildungsjahren beim FC Zähringia Bern beim FC Cantonal Neuchâtel in der NLB. 1966 kam er zum FC Basel, wo ein gewisser Helmut Benthaus eben seine zweite Saison als Spielertrainer in Angriff nahm. Bei den Rot-Blauen blieb er für den Rest seiner Karriere und holte insgesamt sechs Meister- und zwei Cuptitel.  Sein Lauf- und Kampfstärke prägten das Spiel Ramseiers, was ihm den Übernamen „Waffenläufer“ eintrug. Mit 372 Wettbewerbsspielen gehört er zu den Rekordspielern des FC Basel. Der Schweizer Nationalmannschaft gehörte Ramseier von 1968 bis 1973 an und bestritt 28 Länderspiele. Er war beim 0:0 in Basel in seinem ersten Länderspiel gegen Deutschland dabei, später auch in Qualifikationsspielen bei einem 0:0 im Wankdorf gegen Italien, einem 1:1 im Wembley gegen England oder einem 2:0-Auswärtssieg in Portugal. Nach dem Karriereende 1978 bliebt er dem FC Basel weiterhin eng verbunden, immer, ohne Unterbruch, bis zu seinem letzten Tag. Er stand mehrere Jahre seinem früheren „Chef“ Benthaus als Coach zur Seite. Und er engagierte sich gleichzeitig mit grossem Einsatz dafür, dass das „rotblaue Leben“ für die ehemaligen FCB-Spieler nach deren Karriere-ende weiterhin bestehen bleiben konnte. Denn über Jahrzehnte bis zu seinem Tod trug er zur Senioren-Abteilung des FCB als Obmann Sorge. Dieses Engagement passte zu hundert Prozent zu Peter Ramseier, der blieb, was er schon als Spieler war: Engagiert, hilfsbereit, an Freunden und Kollegen interessiert, immer gelassen, freundlich, bescheiden, bodenständig – Eigenschaften, die ihn umgekehrt aber nie daran hinderten, dort Klartext zu reden, wo in seinen Augen eine Entwicklung die falsche Richtung zu nehmen begann. Dass die Generalversammlung des FCB Peter Ramseier und Helmut Benthaus am 3. Mai 2010 mit der äusserst selten vergebenen Ehrenmitgliedschaft auszeichnete, war nichts weniger als eine verdiente Anerkennung für ein grossartiges Lebenswerk der beiden Freunde, die zusammen auch regelmässig die Heimspiele des FCB besuchten.

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