Die EURO in den eigenen Händen


Die späte Niederlage in Dänemark setzte das Team von Vladimir Petkovic unter nicht unerheblichen Druck. Gegen Irland mussten in Genf drei Punkte her, das Terrain war matschig und in einem schlechten Zustand – irische Verhältnisse eher, aber die Schweizer zeigten sich von Beginn weg hoch konzentriert und entschlossen. Die Führung durch Haris Seferovic in der 16. Minute spielte dem Verlauf in die Hand. Sein Flachschuss von der Strafraumlinie gab den Rot-Weissen die Sicherheit, auf dem guten Weg zu kommen. Für den Schweizer Stürmer war es das 18. Länderspieltor insgesamt, das erste im Jahr 2019.

Und er sollte auch fortan im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Kurz vor der Pause nahm er ein Zuspiel perfekt an, der Schuss aus der Drehung hingegen flog weit übers Tor. Und nach dem Wechsel sah er einen guten Kopfball auf Freistossflanke Ricardo Rodriguez‘ vom irischen Keeper Darren Randolph spektakulär über die Latte gelenkt. Wieder ein Torhüter in Topverfassung, wieder das Thema Effizienz: Ein Kopfball Fabian Schärs prallte an den Aussenpfosten, einen Handspenalty von Rodriguez fischte Randolph aus der tiefen linken Ecke und lenkte den Ball an den Pfosten.

Das war der Auftakt zur mittlerweile etwas angespannten Schlussviertelstunde. Die Iren indes hatten diesmal wenig Durchschlagskraft und kamen kaum zu heissen Szenen. Stattdessen fiel dann spät doch noch der erlösende zweite Schweizer Treffer. Eine schöne Kombination am Strafraum über Seferovic und Renato Steffen führte zum Abschluss von Edimilson Fernandes, den Shane Duffy nur noch ins eigene Tor ablenken konnte. Das 2:0 führte die Schweizer bis auf einen Punkt an die Iren und die Dänen, die sich in der Schlussrunde noch direkt gegenüberstehen werden.

UEFA EURO 2020, Qualifikation, Gruppe D
Schweiz-Irland 2:0 (1:0)
15. Oktober 2019, 20.45 Uhr. – Stade de Genève. – 24 766 Zuschauer. – SR Marciniak (Pol). – Tore: 16. Seferovic (Mehmedi) 1:0. 93. Eigentor (Duffy; Fernandes, Steffen) 2:0.

Schweiz: Sommer; Elvedi, Schär, Akanji; Lichtsteiner (70. Freuler), Zakaria, Xhaka, Rodriguez; Embolo (88. Steffen), Mehmedi (28. Fernandes); Seferovic. – Nationaltrainer: Vladimir Petkovic.

Irland: Randolph; Egan, Duffy, Stevens; Coleman, Hendrick, Whelan, McClean; Browne; Collins (46. O’Dowda), Connolly (70. Hogan).

Bemerkungen: Schweiz ohne Shaqiri, Zuber (beide verletzt). Nicht eingesetzte Schweizer Ersatzspieler: Omlin, Mvogo; Gavranovic, Benito, Lang, Mbabu, Drmic, Cömert, Sow. Irland ohne Keogh, McGoldrick (beide verletzt). – 63. Kopfball Schärs an den Torpfosten. – Platzverweis: 76. Coleman (Gelb-Rote Karte nach Handspiel, das zum Penalty führte). 77. Randolph lenkt Handspenalty von Rodriguez an den Torpfosten. – Verwarnungen: 32. Xhaka (Unsportlichkeit). 32. Coleman (Unsportlichkeit). 34. Browne (Foul). 47. Akanji (Foul). 55. Hendrick (Foul). 66. Duffy (Foul; im nächsten Spiel gesperrt).

UEFA EURO 2020, Qualifikation, Gruppe D
Dänemark-Schweiz 1:0 (0:0)
12. Oktober 2019, 18.00 Uhr. – Telia Parken, Kopenhagen. – 35 964 Zuschauer. – SR Kulbakow (W’Russ). – Tor: 85. Poulsen (Eriksen) 1:0.

Dänemark: Schmeichel; Dalsgaard, Christensen (87. Mathias Jörgensen), Kjaer, Stryger Larsen (80. Ankersen); Schöne (65. Höjbjerg), Delaney, Eriksen; Poulsen, Cornelius, Braithwaite.

Schweiz: Sommer; Elvedi, Schär, Akanji; Xhaka; Lichtsteiner (68. Mbabu), Zakaria, Mehmedi (83. Freuler), Rodriguez (87. Drmic); Embolo, Seferovic. – Nationaltrainer: Vladimir Petkovic.

Bemerkungen: Dänemark ohne Wind (verletzt); Schweiz ohne Shaqiri, Zuber (beide verletzt). Nicht eingesetzte Schweizer Ersatzspieler: Omlin, Mvogo; Gavranovic, Steffen, Benito, Lang, Edimilson Fernandes, Cömert, Sow. 50. Länderspiel von Yann Sommer.- 14. Schmeichel lenkt Schuss Xhakas an die Querlatte. 51. Schmeichel lenkt Schuss Rodriguez‘ an die Querlatte. – Verwarnungen: 2. Lichtsteiner (Foul). 6. Poulsen (Foul). 36. Zakaria (Foul). 76. Rodriguez (Foul). 92. Dalsgaard (Foul).

Zwischenklassement

  1. Irland 7 3          3          1          6:4       12
    2. Dänemark     6          3          3          0          16:5     12
    3. Schweiz        6          3          2          1          12:5     11
    4. Georgien       7          2          2          3          7:10     8
    5. Gibraltar       6          0          0          6          2:19     0

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