Der erste Schnee


Ob der FC St. Gallen noch tanzt, wenn der erste Schnee kommt? Die Frage des Magazins „FOOT“ war berechtigt, denn kaum jemand traute den Ostschweizern als Aufsteiger den ganz grossen Durchhaltewillen an der Tabellenspitze zu. Doch nun wurde der Rasen in der AFG-Arena am Sonntag mit den ersten Flocken beglückt und Jeff Saibenes Grün-Weisse tanzen immer noch ganz oben auf der Bühne. Einen Punkt hinter Leader Grasshoppers zwar, aber doch schon mit beachtlichem Erfolg auf die weiteren Verfolger aus dem Wallis oder aus Basel. Und das in jenem Jahr, in dem die St. Galler nicht von ihrem Privileg Gebrauch machten, als Schneedebütanten der Liga für erste Spielplankomplikationen zu sorgen. Dieser Preis geht beim frühen Wintereinbrauch nach Bern, wo man sich in post-artifiziellen Zeiten bei der Schneeräumung zu viele Sorgen um das kostbare Naturgrün machte, das unter der dichten Schneedecke lag. Die Partie YB – Luzern muss nun nach der Schneeschmelze nachgeholt werden.

Den ersten Schnee, so trompetete der redselige Investor des FC Luzern schon kurze Zeit nach dem ersten Trainerwechsel von Murat Yakin zu Ryszard Komornicki in die wenig reflektive Medienlandschaft, würde der polnische Übungsleiter nicht mehr als FCL-Trainer erleben. Nun haben die Flocken auch die Innerschweiz erreicht, doch Komornicki steht weiter auf dem Trainingsplatz. Aber der Winter ist ja noch lang und der Atem des Herrn Alpstaeg vielleicht auch…

Womit wir beim letzten winterlichen Einbruch wären. Das Gerücht, „Weihnachten“ würde Heiko Vogel nicht mehr in Basel feiern, hörten wir schon Anfang August aus dem erweiterten Umfeld des FC Basel. Das war damals, wir geben es zu, eine ziemlich spekulative Aussage. Aber doch nicht ganz ohne Grund und Boden. Zwei Monate später wussten Vogel, der Gerüchtemann und wir, dass er nicht mehr Trainer des FC Basel ist. Den Weihnachtsbaum, würde man nun in der Argumentationsreihe der Clubleitung folgen, hätte er aber selbst dann am Tegernsee geschmückt, wenn ers noch gewesen wäre…

 

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