Basel-Aus mit Folgen aufs UEFA-Ranking


Die letzte europäische Kampagne eines Schweizer Fussballclubs in der Saison 2015/2016 nahm am Donnerstag in Sevilla ein bitteres Ende. Der FC Basel 1893 war natürlich in dieser Achtelfinal-Begegnung gegen den zuleztt zweifachen Gewinner der Europa League, den FC Sevilla, nicht der Favorit. Und vielleicht hätte er das Spiel auch ohne die Eigenfehler seines Verteidigers Daniel Hoegh nicht gewonnen. Am Ende bleibt eine zwiespältige Bilanz. Die Champions League-Qualifikation hätte gegen ein Team vom Kaliber von Maccabi Tel Aviv zwingend erreicht werden müssen – stattdessen gings in die Europa League, wo man sich als Gruppensieger eine gute Ausgangslage für das Frühjahr geschaffen hatte. Gegen St-Etienne wären dem FCB im Rückspiel schon beinahe die taktischen Felle davongeschwommen, ehe mit dem Schlusspfiff doch noch das erlösende Tor zum Weiterkommen fiel. Das gab die Bonus-Begegnung gegen den FC Sevilla in den Achtelfinals, in denen nach dem 0:0 im Hinspiel die Schwierigkeiten vor Augen lagen.

Nun schliesst die Schweiz ihr statistisch schwächstes Europacup-Jahr seit der Saison 2008/2009 ab. Nur 5,3 Punkte wurden von den fünf Schweizer Vertretern für den UEFA-Koeffzienten, der sich über eine Periode von fünf Jahren berechnet, gesammelt. Das ist zwar immer noch fast doppelt soviel wie 2008/2009 (2,9), aber deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Mehr noch: der Schweiz droht noch in dieser Saison der Rückfall auf Position 13 im Ranking, denn Sparta Prag könnte für Tschechien noch die nötigen Punkte holen, um die Schweiz zu überflügeln. Dann wäre man für die Europacup-Saison 2017/2018 wieder in der Situation, dass man darauf hoffen muss, dass sowohl der Sieger der Champions League wie auch jener der Europa League in ihren eigenen Meisterschaften einen Champions-League-Platz belegen, um vom direkten Weg in die Gruppenphase profitieren zu können.

Keine Sorgen muss man sich noch auf die kommende Saison machen. 2016/2017 wird der Schweizer Meister direkt in die Gruppenphase einziehen, der Schweizer Cupsieger direkt in die Gruppenphase der Europa League. Auch für die Saison 2018/2019 sieht es derzeit nicht schlecht aus, doch dazu bedingt es wieder einer punktereichen Saison 2016/2017. Es ist in Sevilla mehr möglicherweise mehr verloren gegangen als einfach nur ein Spiel.

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