Barberis, Umberto


Alias: "Bertine"
Geburtstag: 5. Juni 1952
Position: Mittelfeldspieler offensiv
Nationalmannschaft: Erstes Länderspiel: 11. Mai 1976 in Basel gegen Polen (2:1)
Letztes Länderspiel: 2. Juni 1985 in Dublin gegen Irland (0:3)
Länderspiele: 54
Tore: 7
Stationen: 1970-1975 FC Sion
1975-1976 Grasshoppers
1976-1980 Servette FC
1980-1983 AS Monaco/Fr
1983-1985 Servette FC
Erfolge: Schweizer Meister 1979, 1985 (mit Servette)
Schweizer Cupsieger 1974 (mit Sion),
1978, 1979, 1984 (mit Servette)
Schweizer Ligacupsieger 1977, 1979 (Triple),
1980 (mit Servette)
Alpencupsieger 1976, 1978 (mit Servette)
Schweizer Fussballer der Jahre 1975, 1979, 1980
316 Spiele in der NLA, 93 Tore
Französischer Meister 1982 (mit AS Monaco)
Bester ausländischer Spieler in Frankreich 1981, 1982
103 Spiele in der französischen Division 1, 28 Tore
Teilnahme am Europacup der Meister 1979/1980
(Achtelfinal mit Servette FC), 1982/1983
(Sechzehntelfinal mit AS Monaco/Fr)
Teilnahme am Europacup der Cupsieger 1974/1975
(Sechzehntelfinal mit FC Sion), 1978/1979 (Viertelfinal
mit Servette FC), 1984/1985 (Achtelfinal mit Servette FC)
  • 1970 debütierte Umberto Barberis als 18-Jähriger für den FC Sion. Vier Jahre später erlebte er mit den Wallisern seinen ersten Cupfinal und trug ein Tor zum 3:2-Sieg gegen Neuchâtel Xamax bei. 1975 wechselte er für eine Saison zu GC.
  • Am 11. Mai 1976 debütierte Umberto Barberis in der Schweizer Nationalmannschaft und erzielte gegen Polen in Basel gleich den Siegtreffer zum 2:1-Sieg des Teams von Trainer René Hüssy
  • Erst mit seinem Transfer zum Servette FC auf die Saison 1975/76 hin begann sein Stern noch heller zu leuchten. Mit den von Peter Pazmandy trainierten Genfern wurde er zweimal Schweizer Meister und je dreimal Cup- und Ligacupsieger. Gemeinsam mit Claude Andrey und Marc Schnyder bildete er eine der besten Mittelfeldachsen der Schweizer Fussballgeschichte
  • Im Herbst 1976 unterlag die favorisierte Schweizer Nationalmannschaft in Norwegen in der WM-Qualifikation 0:1 – die Niederlage sollte symbolisch stehen für eine schwierige Phase der Auswahl in den folgenden Jahren, von der auch Barberis betroffen war
  • Die erfolgreichste Saison mit Servette war zweifellos jene von 1978/79, als Servette (als amtierender Alpencupsieger) das damals noch existierende „Triple“ mit Meisterschaft, Cupsieg (Barberis traf im Final gegen YB einmal beim 3:2) und Ligacuperfolg schaffte und Barberis zum Schweizer Fussballer des Jahres gekürt wurde
  • Am 30. Mai 1981 war Barberis Mitglied des Schweizer Teams, das unter Trainer Paul Wolfisberg England in Basel mit 2:1 bezwingen konnte
  • Am 28. Mai 1982 schoss er das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg der Schweiz in Genf gegen Italien
  • Von grossem Erfolg gekrönt war sein Auslandengagement bei der AS Monaco in den drei Saisons von 1980 bis 1983. Zweimal (1981 und 1982) wurde er zum besten ausländischen Spieler in der höchsten französischen Liga gewählt, 1982 holte er mit der AS Monaco den Meistertitel, nachdem er im letzten entscheidenden Spiel gegen Racing Strasbourg das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg erzielte – mit dem Kopf! Monaco wurde vor 7812 Zuschauern im Stade Rainier III, darunter auch die Fürstenfamilie, zum vierten Mal Meister und liess Favorit St-Etienne mit Michel Platini hinter sich. Barberis wurde ins Team der Saison gewählt – an der Seite von Platini, Alain Giresse und Luis Fernandez. Barberis bezeichnet jene Saison als die beste seiner Karriere und den Titel als Höhepunkt seiner Laufbahn
  • Barberis kehrte 1983 noch einmal zu Servette zurück und wurde 1984 noch einmal Cupsieger (1:0 in der Verlängerung gegen Lausanne-Sports, Tor durch Alain Geiger)
  • Im Rahmen der WM-Qualifikation 1986 gelang der Schweiz dank einem Tor Barberis‘ ein Sieg gegen Dänemark (Bild) sowie ein 2:2 gegen die Sowjetunion, doch es reichte wiederum nicht für eine Endrunde an einem grossen internationalen Anlass
  • Barberis galt trotz seiner geringen Körpergrösse als kompletter Fussballer, ausgestattet mit einer feinen Technik, viel Spielwitz, grossem Bewegungsradius und beachtlichem Kopfballspiel. Servettes Offensive setzte auf seine entscheidenden Pässe. Sein Markenzeichen waren die bis zu den Schuhen nach unten geschobenen Stulpen – Schienbeinschoner waren zu jener Zeit noch nicht angesagt
  • Nach seiner Aktivkarriere wurde Barberis ein erfolgreicher Trainer. Seine beste Zeit erlebte er zwischen 1987 und 1983 bei Lausanne-Sports, später trainierte er für jeweils kürzere Perioden zweimal den FC Sion (1993/94, 2008/2009), den Servette FC (1995/96), zweimal Lausanne-Sports (2001/2002 und 2007/2008) sowie den FC Baulmes (2004-2007). Weitere Engagements gab es bei KAC Kénitra (Marokko) und dem Dubai Club (VAE)
  • Sein Sohn Sébastien spielte über viele Jahre in der Schweizer NLA (Servette FC, FC Basel)