9 500 000 000


Die Zahl ist nicht mehr zu fassen. 9,5 Milliarden Euro sollen die Fernsehrechte für die englische Premier League für die drei Sasions von 2016 bis 2019 wert sein. 9 500 000 000 Euro. Das sind über 3 Milliarden pro Saison – oder umgerechnet auf ein einzelnes Spiel 13,5 Millionen. Und wer immer sagt, irgendwann würde die Blase platzen und es gäbe eine natürliche Obergrenze, der sieht sich wieder einmal eines Teureren belehrt. Bislang generierte die Premier League rund 1,7 Milliarden Euro pro Saison, künftig sollens also noch einmal fast doppelt so viele Scheine sein. Die beiden führenden Anbieter auf der Insel – British Telecommunication (BT) und Sky machens möglich, weil sie sich gegenseitig hochtreiben.

Der FC Liverpool, eben gegen den FC Basel aus der UEFA Champions League ausgeschieden, konnte sich in der Saison 2013/2014 allein mit einem TV-Beitrag von 119,8 Millionen Euro bedienen lassen. Real Madrid, das seine Fernsehrechte im (noch) speziellen spanischen Modell eigenständig vermarkten darf, hat in der vergangenen Saison als erster Club weltweit allein aus Fernsehgeldern mehr als 200 Millionen Euro eingenommen. In Frankreich wurde zuletzt ein neuer Fernsehvertrag für die Periode 2016 bis 2020 geschlossen, der der Liga neu 748,5 Millionen Euro pro Saison einbringen wird, in Italien zahlen Sky und Mediaset total 943 Millionen Euro in die Fussballkassen.

Und in der Schweiz? Da gilt der Fernsehvertrag, den die Swiss Football League 2012 mit der Cinetrade AG bis 2017 abgeschlossen hat. Kombiniert mit den Sponsoringrechten, dei bei Infront Ringier Sports Entertainment liegen und den Multimediarechten (IEC) sowie einem Werbepaket über 4 Millionen Franken in den Stadien werden insgesamt 28,4 Millionen Franken für den Schweizer Clubfussball erwirtschaftet. Das ist etwas mehr als ein Drittel davon, was in England der Absteiger Cardiff City am Ende der letzten Saison für sich alleine aus dem Fernsehtopf überwiesen erhielt: 76,3 Millionen Euro!

Setzt man die Erlöse der Schweizer Liga (und das sind ja nicht bloss Fernsehgelder) in Relation mit dem Monsterdeal, der für die Premier League in Aussicht steht, umfasst der eine Summe, die 317-mal höher ist als der Betrag in der Schweiz. Den kleinen Preis, den die Liga für die vielen Milliarden zahlen muss: künftig sollen auch in England Spiele schon am Freitag angepfiffen werden…

 

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