100 Jahre Nationaltrikot


Weisses Kreuz auf roter Brust – das heisst es im Schweizer Nationalteam schon seit den Frühzeiten. Bereits 1911 trug Captain Henry Müller ein rotes Baumwollshirt mit Schnürausschnitt und einem dicken weissen Kreuz in der Brustmitte. Das Kreuz, bald auf die Herzensseite verlagert, hat sich viele Jahrzehnte gehalten und reist nun auch zur EURO 2016. Nur einige Jahre war es zwischengelagert worden und fehlte auf dem Schweizer Nationaltrikot.

Das Fussballmagazin „rotweiss“ zeigt in seiner neusten Ausgabe die Geschichte des Nationaltrikots auf, die vor allem dann spannend wird, als mit den ersten Ausrüstern auch kommerzielle Interessen mitwirken. Im Herbst 1974 spielte die Schweiz im Länderspiel gegen Weltmeister Deutschland in Basel erstmals mit einem Trikot, auf dem das Ausrüsterlogo sichtbar war: es war „Le coq sportif“, eben von „adidas“ aufgekauft. „adidas“ wurde wenige Monate später der erste offizielle Ausrüster der damals drei Schweizer Landesauswahlen im Fussball. Für einen bescheidenen Betrag von 40’000 Franken und mit dem offensichtlich damals sehr wichtigen Zusatz, dass nur „adidas“-Vertreter die Trainingslager des Schweizer Nationalteams besuchen durften, nicht aber Vertreter von Konkurrenzprodukten.

Die Ausrüstergeschichte führte später – nicht ohne Nebengeräusche – von „Blacky“ über „Lotto“ bis hin zum heutigen Lieferanten Puma, der seit 1998 nun die längste Trikotperiode im Schweizer Nationalteam prägt.

Das neue rotweiss zeigt auch alle EURO-Kandidaten des Schweizer Nationalteams im Bild, porträtiert Rückkehrer Philippe Senderos, besuchte den rumänischen Co-Trainer Viorel Moldovan, fragte den Formstand von Blerim Dzemaili nach und bringt Fotoreportagen von Frauen-Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf einer (Fussball-)Reise durch Ecuador und von den Schweizer Spitzenschiedsrichtern auf Gran Canaria. Dazu stellt sie Michael Frey beim FC Luzern vor, geht auf zwei Fussballspaziergänge in Zürich und Basel und präsentiert einen Fussballpräsidenten, der in seinem Dorf gleichzeitig Pfarrer ist. Wir wünschen jetzt schon viel Vergnügen beim Februar-Heft von „rotweiss“, das es jetzt am Kiosk gibt – oder bequem im Jahresabonnement.

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