Yakin, Hakan


Alias: "Haki" oder "Hatsch"
Geburtstag: 22. Februar 1977
Position: Mittelfeldspieler offensiv, hängende Sturmspitze
Nationalmannschaft: Erstes Länderspiel: 19. Februar 2000 gegen Oman in Muscat (4:1)
Letztes Länderspiel: 9. Februar 2011 gegen Malta in Ta'Qali (0:0)
24 Spiele für die Schweizer U21 (12 Tore)
3 Spiele für die Schweizer U20 (5 Tore)
6 Spiele für die Schweizer U19 (4 Tore)


Länderspiele: 87
Tore: 20
WM-Teilnahmen: 2006, 2010
EM-Teilnahmen: 2004, 2008
Stationen: 1984-2/1995 FC Concordia Basel
3/1995-1997 FC Basel
1997-1/1998 Grasshoppers
1/1998-1999 FC St. Gallen
1999-2/2001 Grasshoppers
2/2001-8/2003 FC Basel
8/2003 Paris St-Germain/Fr
9/2003-2/2004 FC Basel
2-12/2004 VfB Stuttgart/De
1-7/2005 Galatasaray Istanbul/Tür
2005-8/2008 BSC Young Boys
8/2008-2009 Al Gharafa Sports Club/Kat
2009-1/2012 FC Luzern
1/2012-2013 AC Bellinzona
Erfolge: Schweizer Meister 2001, 2002 (mit FC Basel)
Schweizer Cupsieger 2002, 2003 (mit FC Basel)
Schweizer Double-Gewinner 2002 (mit FC Basel)
Schweizer Torschützenkönig 2007/2008 (24 Tore)
Schweizer Fussballer der Jahre 2003, 2008
408 Spiele in der Schweizer Super League, 142 Tore
32 Spiele in der Schweizer Challenge League, 13 Tore
9 Spiele in der deutschen Bundesliga
2 Spiele in der türkischen Süperlig
Champions-League-Teilnahme 2002/2003
(FC Basel; Gruppenphase)
UEFA-Cup-Teilnahmen 1999/2000 (GC; 2. Runde),
2003/2004 (FC Basel; 2. Runde)
  • Hakan Yakin galt in seiner Jugend als das noch grössere Talent als sein Bruder Murat, der 1992 direkt von Concordia zu den Grasshoppers gewechselt hatte. Der FC Basel setzte alle Hebel in Bewegung, um den kleineren Bruder nicht auch an GC zu verlieren und verpflichtete ihn 1995 als 18-Jährigen. Nach seinen ersten beiden Saisons in Basel (59 Spiele, 9 Tore) wechselte er 1997 doch zu den Grasshoppers, wo er jedoch nur selten zum Einsatz kam und zwischenzeitlich zum FC St. Gallen ausgeliehen wurde
  • Im Februar 2000 machte er in Muscat sein erstes Länderspiel für die Schweizer Nationalmannschaft und traf kurz vor Schluss zum 4:1 für die Schweiz gegen Oman
  • Im Februar 2001 erfolgte die Rückkehr zum FC Basel, wo eine sehr erfolgreiche Periode seiner Karriere unter Trainer Christian Gross begann. Hakan Yakin war einer der Schlüsselspieler beim Erringen der ersten Meisterschaft nach 22 Jahren im Sommer 2002 und in der folgenden ersten Champions-League-Kampagne des FC Basel 2002/2003
  • Hakan Yakin war einer der hauptverantwortlichen Spieler für die EM-Qualifikation 2004 in Portugal. Im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Irland erzielte er am 11. oktober 2003 im Basler St. Jakob-Park schon in der 6. Minute die Schweizer Führung. Das 2:0 reichte schliesslich zur Qualifikation
  • Bei der EURO 2004 in Portugal wurde er von Trainer Köbi Kuhn in allen Vorrundenpartien gegen Kroatien, England und Frankreich eingesetzt
  • 2004 erschien die Biografie „Die Yakins“ der Autoren Georg Heitz (späterer Sportdirektor FC Basel) und Michael Martin (Herausgeber Fussballmagazine „rotweiss“ und „FOOT“) (ISBN 978-3-7245-1326-1)
  • Bei aller Genialität auf nationaler Ebene und im Schweizer Nationalteam waren die Auslandengagements von Hakan Yakin nie von Erfolg geprägt. Im August 2003 unterzeichnete er bei Paris St-Germain, um wegen einem umstrittenen Leistenbruch kein einziges Spiel für die Franzosen zu machen und bald wieder nach Basel zurückzukehren. Beim VfB Stuttgart konnte er sich in der Saison 2004/2005 nicht durchsetzen, sein leihweises Engagement zu Galatasaray Istanbul war mit nur zwei Einsätzen ebenfalls nicht bemerkenswert. Auch ein Wechsel nach Katar zu Al Gharafi war nur von Nebentönen begleitet
  • Bei der WM 2006 in Deutschland, zu der er in der Qualifikation einen Treffer in Irland beisteuerte, oft aber auch verletzt ausfiel oder nur zu Teileinsätzen kam, wurde er zunächst von Köbi Kuhn nicht im Kader berücksichtigt – aus konditionellen Gründen. Nach dem Ausfall Johan Vonlanthens wurde er indes nachnominiert und kam in den beiden Vorrundenspielen gegen Togo und Südkorea sowie im Achtelfinal gegen die Ukraine zum Einsatz
  • Nach seiner Rückkehr in die Schweiz machte er eine starke Saison 2007/2008 für den BSC Young Boys. Mit 24 Toren wurde er Torschützenkönig, YB verpasste die Meisterschaft nur hauchdünn hinter dem FC Basel, nach verlorener Finalissima
  • 2008 stand er im Kader der Schweiz für die EURO im eigenen Land. Im Eröffnungsspiel ersetzte er zur Pause den verletzt ausgeschiedenen Alex Frei. Er stand auch in der Startaufstellung im Spiel gegen die Türkei. Als die Schweiz schon ausgeschieden war, gelangen Hakan Yakin im letzten Gruppenspiel gegen Portugal beide Treffer zum 2:0-Sieg. Yakin ist mit diesen beiden Treffern der Schweizer „Rekordtorschütze“ an EM-Endrunden
  • 2009 wechselte er zum FC Luzern, wo er einige Monate auch unter seinem Bruder Murat Yakin, der als Trainer engagiert worden ist, trainierte. Im Februar 2012 allerdings schloss er sich der AC Bellinzona in der Challenge League an, ausgestattet mit einem Vertrag, der ihn über das Karriereende hinaus als Botschafter des Clubs binden sollte. Der Tessiner Verein meldete indes im März 2013 Konkurs an
  • Zur WM-Qualifikation 2010 trug er das legendäre Zuspiel auf Blaise Nkufo zum eminent wichtigen 2:1-Auswärtssieg der Schweiz in Griechenland bei. Von Ottmar Hitzfeld erhielt Yakin dann auch ein Aufgebot für die WM-Endrunde 2010 in Südafrika, beim historischen 1:0 gegen den späteren Weltmeister Spanien wurde er ebenso eingewechselt wie im letzten Gruppenspiel gegen Honduras (0:0)
  • Sein letztes Länderspiel war ein 0:0 auf Malta im Februar 2011. Bei der WM-Qualifikation in Bulgarien im März 2011 stand er nochmals im Aufgebot, wurde aber nicht mehr eingesetzt. Im September 2011 erklärte er seinen formellen Rücktritt aus der Nationalmannschaft
  • Mit seinen 87 Länderspielen figuriert Hakan Yakin in den Top Five der Schweizer Rekordnationalspieler, mit 20 Toren gehört er ebenfalls zu den besten 15 Akteuren aller Zeiten