Müller, Kurt


Alias: "Kudi"
Geburtstag: 9. Mai 1948
Position: Stürmer
Nationalmannschaft: Erstes Länderspiel: 16. Dezember 1970 gegen Griechenland in Piräus (1:0)
Letztes Länderspiel: 30. Oktober 1977 gegen Norwegen in Bern (1:0)
Länderspiele: 38
Tore: 7
Stationen: 1964–1968 FC Emmenbrücke
1968–1971 FC Luzern
1971–9/1972 Grasshopper Club Zürich
1/1973–1975 Hertha BSC Berlin/De
1975–1977 Servette FC
1977–1981 BSC Young Boys
1981–1987 SC Kriens
Erfolge: Schweizer Ligacupsieger 1977 (mit Servette)
Drei Cupfinal-Teilnahmen 1976 (mit Servette), 1979,
1980 (mit BSC Young Boys)
246 Spiele in der NLA, 73 Tore
77 Spiele, 20 Tore in der deutschen Bundesliga
8 Spiele, 3 Tore im DFB-Pokal
  • In seinem Wohnort Emmenbrücke durchlief er die Nachwuchsstufen und schloss parallel eine Lehre zum Schriftenmaler ab
  • 1968 schloss er sich, 20-jährig, dem FC Luzern an und musste gleich in seiner ersten Saison, 1968/69 den Abstieg in die NLB hinnehmen. Im Folgejahr gelang jedoch der sofortige Wiederaufstieg
  • Bei seinem ersten Länderspiel am 16. Dezember 1970 gelang Kudi Müller gleich das Siegtor zum 1:0 der Schweiz in Griechenland in der EM-Qualifikation für 1972. Schweizer Nationaltrainer war zu dieser Zeit Louis Maurer, die Qualifikation gelang am Ende doch nicht, weil England sich den Gruppensieg sicherte
  • Nach drei Runden der Saison 1971/72 wechselte er zu den Grasshoppers. In der Winterpause 1972/1973 folgte er dem Ruf des deutschen Bundesligisten Hertha BSC Berlin, für den er drei Saisons bestritt. Die erfolgreichste war die letzte, als er hinter Hennes Weisweilers Borussia Mönchengladbach Meisterschaftszweiter wurde. Beim Spitzenspiel gegen den Leader vor 90 000 Zuschauern in Berlin erzielte Müller beide Tore zum 2:1-Sieg der Hertha
  • Am 4. September 1974 gegen den frisch gebackenen Weltmeister Deutschland und am 3. September 1975 gegen England gelang Müller jeweils das Schweizer Tor bei den beiden 1:2-Niederlagen. Das Tor gegen die Deutschen war ein spektakulärer Fallrückzieher (Bild oben)
  • Auch nach der Rückkehr in die Schweiz blieb Müller ohne Titel. Mit Servette verlor er 1976 den Cupfinal gegen den FC Zürich 0:1, ein Jahr später unterlagen die Grenats im Meister-Entscheidungsspiel dem FC Basel trotz des Tores von „Kudi“ Müller mit 1:2
  • Nach seinem Wechsel zu den Berner Young Boys verlor Müller zwei weitere Cupfinals, 1979 gegen Servette, dort nach dem 1:1 im ersten Spiel mit 2:3 im Wiederholungsspiel, und 1980 gegen den FC Sion (1:2)
  • Müllers Problem war die Unkonstanz, er konnte an einem Tag alles, an einem anderen nichts bewegen. Das verhinderte letztlich auch eine umfassendere und erfolgreichere Nationalmannschaftskarriere
  • Nach seiner Karriere amtierte Müller in verschiedenen Amateurvereinen als Spielertrainer und Trainer (Kriens, Emmenbrücke, Altdorf, SC Obergeissenstein und Kickers Luzern), später arbeitete er im Nachwuchsbereich des FC Luzern