Mehr ausländische Spieler, weniger selbst ausgebildete Fussballer


In der Schweizer Super League spielen immer mehr ausländische Akteure. Im Jahr 2016 lag der Anteil bei 40,5 Prozent. Das ist immer noch tiefer als im Rekordjahr 2009 (43,9%), aber folgt der seit 2013 wieder ansteigenden Tendenz. Dies ergeben die neusten Zahlen der Swiss Football Study, die im Auftrag der Swiss Football League vom „Observatoire du football des CIES“ der Universität Neuchâtel erstellt wird. Sie untersucht die Schweizer Super League im Vergleich mit 30 weiteren europäischen Topligen.

Der Anteil der im eigenen Club ausgebildeten Spieler sinkt bei den zehn Vereinen der höchsten Schweizer Spielklasse. 21,5 Prozent waren es noch 21,5 Prozent der Spieler (Rekordwert 2013: 29,6%). Die meisten selbst ausgebildeten Akteure setzt Lausanne-Sport ein (30,8%), die wenigsten der FC Vaduz (3,3%). Beim FC Basel 1893, bekannt für seine solide Nachwuchsausbildung, stand zwar mit Taulant Xhaka nur ein „eigener“ Spieler im Kader, allerdings waren 14 in Basel ausgebildete Fussballer bei anderen Clubs der Super League registriert. Eindrücklich ist der Vergleich mit dem europäischen Spitzenreiter Ajax Amsterdam. Die Holländer haben neun selbst ausgebildete Spieler im eigenen Team und sagenhafte 63 Akteure in anderen Clubs der 31 besten europäischen Ligen. Der FC Basel bringt es in dieser Statistik auf 25 über Europa verteilte Spieler aus seiner Nachwuchsabteilung.

65 Spieler, die in der Schweiz aufgewachsen sind, spielten im Jahr 2016 in den 30 besten europäischen Ligen, 48 davon in den Big-5-Ligen aus Deutschland (26), Italien (9), England (6), Frankreich (5) und Spanien (2). In den Big-5-Ligen stellt die Schweiz nach Frankreich, Brasilien, Argentinien und Spanien damit die fünfmeisten ausländischen Spieler. Durchschnittlich sind die Schweizer, die ins Ausland wechseln, nur 21,0 Jahre alt. Das liegt deutlich unter dem europäischen Durchschnitt und ist den 31 untersuchten Ligen der siebttiefste Wert.

Link: Swiss Football Study

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