Grobéty, André


Geburtstag: 22. Juni 1933
Todestag: 20. Juli 2013
Position: Verteidiger, aussen
Nationalmannschaft: Erstes Länderspiel: 14. April 1957 in Wien gegen Österreich (0:4)
Letztes Länderspiel: 12. Juli 1966 in Sheffield gegen Deutschland (0:5; WM)
Länderspiele: 41
Tore: 1
WM-Teilnahmen: 1962, 1966
Stationen: -1950 CS International Genf
1950-1954 Servette FC
1954-1955 Racing Club der Paris/Fr (Amateure)
1955-1958 Servette FC
1958-1968 Lausanne-Sports
Erfolge: Schweizer Meister 1965 (mit Lausanne)
Schweizer Cupsieger 1962, 1964 (mit Lausanne), dazu
Cupfinalist 1967 (Forfaitniederlage gegen FC Basel)
342 Spiele in der NLA, 15 Tore
  • War in der Schulzeit der schnellste Sprinter der Stadt Genf
  • Lernte Tapezierer-Dekorateur und begann bei CS International Genf mit dem Fussballspielen
  • Debütierte mit 17 Jahren bei Servette in der NLA
  • Spielte in der Saison 1954/55 bei den Amateuren des Racing Club Paris in Frankreich
  • 1955 spielte er mit Servette im ersten Europacup der Geschichte und traf dabei auf Real Madrid. Im Heimspiel (0:2) kam er nicht zum Einsatz, beim Rückspiel am 12. Oktober 1955 im Bernabeu (0:5) stand er auf dem Platz
  • 1957 debütierte er in der Nationalmannschaft und verlor von den acht ersten internationalen Begegnungen sieben – doch er liess sich nicht entmutigen: er gehörte dem Nationalteam in der Folge fast ohne Unterbruch an (40 von 48 möglichen Länderspielen)
  • Ab 1958 spielte er für Lausanne-Sports, gemeinsamen mit anderen Nationalspielern wie Heinz Schneiter, Ely Tacchella, Richard Dürr oder Robert Hosp. Grobéty machte 189 Meisterschaftsspiele in Serie und holte in jener Phase einen Meistertitel und zwei Schweizer Cupsiege. Grobéty fuhr immer mit dem Zug von Genf nach Lausanne zu den Trainings, weil er im elterlichen Tapezierergeschäft zusätzlich gefordert war
  • War zweifacher WM-Teilnehmer (1962, 1966) und machte am 20. April 1966 in Basel gegen die Sowjetunion (2:2) das einzige Tor seiner 40 Partien umfassenden Länderspielkarriere, die er 1966 abschloss
  • Bei der WM 1962 wurde er von einer Fachzeitschrift zum drittbesten Verteidiger des Turniers gewählt
  • Grobéty war ein kräftiger Verteidiger, der es mit den besten Flügelläufern seiner Zeit aufnahm und sie mit grossem Kampfgeist und viel Temperament abzumelden wusste
  • Spielte beim legendären Sitzstreik-Cupfinal 1967 zwischen dem FC Basel und Lausanne-Sports eine entscheidende Rolle. Er hat mit einem (angeblichen) Schubser gegen Helmut Hauser jenen Penalty ausgelöst, den Schiedsrichter Karl Göppel diktierte, den Hauser selbst nach minutenlangen Diskussionen zum 2:1-Sieg verwertete. Die Lausanner waren in der Folge nicht mehr willens weiterzuspielen und traten in den Sitzstreik. Zu jenem soll Karl Rappan, damals Sportdirektor in Lausanne, geraten haben.
  • Nach seiner Karriere führte er drei Jahre lang den FC Meyrin (1968-1971) als Trainer